23.06.2016 | Wahlpflichtmodul Oberschule am Waller Ring

Im gesamten letzten Schuljahr war das Mobile Game Lab einmal in der Woche in der Oberschule am Waller Ring zu Besuch und hat den Unterricht für einen Wahlpflichtkurs in der 7. Klasse gestaltet. Die Doppelstunde wurde von zwei Mitarbeiterinnen des Mobile Game Labs und einer Lehrperson der Schule durchgeführt.

Grundsätzlich ging es im Unterricht um eine niedrigschwellige, eher spielerische Heranführung an das Programmieren selbst. Die 16 Schüler*innen wurden dazu aufgefordert mit spezieller Software und unter Anleitung des Mobile Game Labs selbst kreativ zu werden und Apps, zum Beispiel Spiele, Quizze oder Animationen, zu gestalten und zu „programmieren“.

Dabei konnten wir den Schülern*innen vermitteln, dass die Apps, die sie auf ihren Smartphones nutzen, von anderen Entwicklern umgesetzt wurden und vor allem, dass sie selbst in der Lage sind Apps zu entwickeln, diese auf einem Smartphone zu testen und teilweise sogar zu veröffentlichen.

Wir haben hier mit verschiedener Software gearbeitet, die speziell für den Einstieg in die Welt der Programmierung entwickelt wurde, um das Lernen mit Kindern und Jugendlichen zu vereinfachen und spannender zu machen. Notwendige Arbeitsgeräte für den Unterricht sind Computer mit Internet Zugang, Smartphones mit Wlan, Lernkarten und ein Beamer.

Zu Beginn des Schuljahres haben wir mit der Weboberfläche von Actionbound gestartet. Dies ist eine Online-Plattform, mit deren Hilfe Rallyes, zum Beispiel Stadt-Rallyes, für das Smartphone erstellt werden können. Die Schüler*innen hatten die Aufgabe eine Schulrallye für neue Schüler*innen entwickelt und ihnen dabei die Schule nahezubringen. Das Spiel wird im nächsten Schuljahr das erste Mal mit den neuen Fünftklässlern durchgeführt.

Eine andere Software, die einen spielerischen Umgang mit Programmiersprachen ermöglicht, ist Scratch. Mit Scratch haben die Schüler*innen im letzten Monat ein einfaches Fußball-Spiel entwickelt. Während der Lerneinheiten haben sie sich zum ersten Mal mit der Logik des Programmierens auseinandergesetzt.

Gegen Ende des Schuljahres haben wir mit der Software App-Inventor gearbeitet. Mit Hilfe dieses Programms lernen die Schüler*innen in aufeinander aufbauenden Tutorien ihre ersten eigenen Apps zu entwickeln. Mit den Smartphones der Schüler*innen und des Mobile Game Labs werden diese Apps direkt getestet. Die Workshops wurden vom Hamburger Unternehmen ‚AppCamps‘ entwickelt und uns zur Durchführung zur Verfügung gestellt.

Im Unterricht bekommen Schüler*innen Einblicke in eine Technik die sie tagtäglich benutzen, aber selten reflektieren und durch die Erarbeitung von Anwendungen für das Smartphone, kann dieser für die Schüler*innen so wichtige Alltagsgegenstand selbst zum kreativen Werkzeug werden.